
Drei bis fünf Jahre Strategie sind Standard. Ich halte das für eine Illusion. Nicht das Planen — die Erwartung, dass der Plan eintrifft.
Ich habe Organisationen erlebt, in denen der Plan zur Realitätsreferenz geworden ist. Man schaut nicht mehr auf den Markt, sondern auf ein Dokument von vor zehn Monaten. Wer es nicht erfüllt, ist schuld. Mein Vorschlag: die Mitte streichen. Es bleiben zwei Ränder. Eine Vision als interne Setzung. Und sechs bis zwölf Monate, die Sie wirklich beeinflussen können. Dazu eine Definition von Strategie, die handlungsleitend ist, weil sie ausgrenzt.
Die kurze Antwort: Es fällt der Teil weg, der ohnehin nie eingetroffen ist — übrig bleiben eine Vision, die zieht, und sechs bis zwölf Monate, die Sie tatsächlich steuern können. Und Ihre Strategie wird umgesetzt, sobald sie ausgrenzt: weil sie im Tagesgeschäft beim Nein-Sagen hilft.
Darum geht es:
Pläne sind nutzlos, Planung ist notwendig — und wann der Plan zur Realitätsreferenz wird
Cut the Middle: die Vision am einen Rand, sechs bis zwölf Monate am anderen
Strategie als Flutschbegriff — die Übung, sie im Führungskreis selbst zu definieren
Gute Strategie grenzt aus: das Beispiel mit der Anfrage aus Frankreich
Braucht es eine Vision? Und warum das eine Wer-Frage ist
Antifragil nach Taleb: Schwimmer, Surfer und die 30-Meter-Welle
