
Die naheliegende Antwort: aus Menschen. Ich stelle eine zweite daneben. Nicht die richtigere — eine andere Brille. Systemtheoretisch besteht eine Organisation aus den Interaktionen zwischen Menschen, und ihr Sauerstoff ist Kommunikation.
Der Kern: Kontext prägt Verhalten stärker als Persönlichkeit. Die Konsequenz ist praktisch. Aus „Was ist los mit dem?" wird „Warum macht dieses Verhalten Sinn?". Wer so fragen kann, arbeitet nicht mehr an den Menschen, sondern mit ihnen an den Spielregeln.
Die kurze Antwort: Aus Erwartungen, die sich zwischen Menschen eingespielt haben — und die stärker wirken als jedes Persönlichkeitsprofil, das Sie eingestellt haben. Wer das erkennt, sucht bei Problemen nicht mehr die nächste starke Führungspersönlichkeit, sondern die Spielregel, die dieses Verhalten vernünftig macht.
Darum geht es:
Das Louvre-Beispiel: wie sich Erwartungsmuster in wenigen Schritten stabilisieren
Systemtheorie eingeordnet: Luhmann, Wohland — und die Statik der Organisation
Auf welche Frage ist das Verhalten die Antwort? Die Unschuldsvermutung
Blau und Rot: die Frage nach dem Wie und die Frage nach dem Wer
Verhalten von Persönlichkeit trennen: Beziehungsproblem oder Verhaltensproblem?
Das Familienmuster im Unternehmen. Nicht schlimm. Nur meist unbewusst.
