Wer Verantwortung abgeben will, braucht eine Langzeitperspektive. Nur woher soll die kommen, wenn der Markt sie nicht mehr liefert?
Meine These: In komplexen Märkten lässt sich Orientierung nicht mehr aus Marktforschung ableiten. Sie entsteht nur noch aus einer internen Setzung des Unternehmers – und die ist emotional und irrational, weil sie sich mit Zahlen gar nicht mehr begründen lässt.
Kurze Antwort: Setzen Sie fest, wofür Ihr Unternehmen steht, und machen Sie daraus ein Dokument, das Entscheidungen leitet. Der einzige Test, der zählt: Hilft es den Leuten, die täglich entscheiden, bei ihren Entscheidungen?
Darum geht's in der Episode:
Warum sich die Halbwertszeit von Entscheidungen verkürzt – und was das für langfristig denkende Unternehmer bedeutet
Warum Orientierung nicht mehr aus dem Markt kommen kann, obwohl genau das jahrzehntelang funktioniert hat
Die interne, nicht marktreferenzierte Setzung: wofür ein Unternehmen steht, bis es pleitegeht
Warum diese Setzung emotional und irrational sein muss – und sich eben nicht mit Daten belegen lässt
Das IKEA-Prinzip Sparsamkeit als internes Gesetz – und warum Unternehmen mit starker Setzung etwas Kulthaftes bekommen
Das interne Dictionary: warum es fast egal ist, wie eine Organisation Strategie definiert, solange alle dieselbe Definition meinen
Der Lackmustest: Hilft dieses Dokument den Leuten, die täglich entscheiden, bei vier konkreten Entscheidungen?
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