„Das mittlere Management soll mehr Ideen bringen." So lautete der Auftrag für einen Workshop, den ich vor Kurzem moderiert habe. Meine erste Bitte an die Geschäftsführung: kurz begrüßen, dann den Raum verlassen. Ich spreche mit Florian darüber, was danach passiert ist – und warum es so schwerfällt, zu arbeiten, statt sich zu beschäftigen.
Meine These: Organisationen, die Innovation einfordern, bekommen Konzepte. Das liegt nicht an fehlenden Ideen, sondern an einem System, das Planen belohnt und Arbeiten verhindert – mit Chefs im Raum, Bewertungsrunden und Freigabeschleifen.
Kurze Antwort: Verlangen Sie keine Ideen, sondern einen Kunden mit Namen und eine Mail, die heute rausgeht. Und behalten Sie sich nur ein Vetorecht vor, keine Freigabe – sonst bekommen Sie Dienst nach Vorschrift.
Darum geht's:
Warum der Auftrag „Bringt mehr Ideen" selten zu Innovation führt
Arbeit vs. Beschäftigung – und warum Organisationen so gern im Planen bleiben
Warum Führungskräfte anders handeln, wenn die Geschäftsführung nicht im Raum sitzt
Pre-Prototyping: ein Angebot, auf das ein echter Kunde echt reagieren muss
Accountability statt Ideenmanagement
Freigabe oder Vetorecht: was sich ändert, wenn die Geschäftsführung nur noch stoppen darf
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