Hundert Prozent meiner Arbeit mit Mandanten drehen sich um Veränderung – und in jedem einzelnen Fall wird das Ausmaß an Schmerz unterschätzt. Meine (steile) Hypothese lautet, dass eine Veränderung in Harmonie gar keine ist.
Meine These:
Veränderung tut weh, und zwar auf Beziehungs-, Struktur- und Zusammenarbeitsebene gleichzeitig. Wer eine Veränderung in Harmonie durchbringt, hat nichts verändert – soziale Systeme beantworten jede Irritation mit Abwehr, unabhängig davon, wie gut sie gemeint ist.
Kurze Antwort:
Der Hebel liegt nicht im Appell, sondern in der Investition: echtes Geld, echte Freistellung, echter Schutz für die Idee. Und darin, den entstehenden Schmerz besprechbar zu machen, statt ihn zu umgehen.
Darum geht's in der Episode:
Die Schiffsanalogie: warum der Unternehmer die Wolken am Horizont sieht und die Mannschaft unter Deck sie nicht sehen kann
Warum es systemunklug ist, von wertschöpfenden Einheiten gleichzeitig strategisches Denken zu erwarten
Der Lackmustest für jeden Veränderungswunsch: Wären Sie bereit, zehn Prozent Ihres Umsatzes auf diese Wette zu setzen?
Warum Appelle an die Zukunft wirkungslos bleiben – und der Unternehmer stattdessen selbst zum Schmerz werden muss
Das dm-Beispiel: eine unternehmerische Wette gegen die eigene Geschäftsführung
Das Schutzraumprojekt: ein echtes Problem, ein Mensch, volle Freistellung und eine Käseglocke, an die auch Controlling und IT nicht dürfen
Warum sich Kultur nur schwer verändern lässt, Struktur aber schon – und was passiert, wenn eine Organisation erkennt, welches Spiel sie spielt
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