Auf LinkedIn baut gerade jeder Agenten. In meinen Mandaten sehe ich digitale Steinzeit. Zwischen diesen beiden Welten liegt kein Werkzeugproblem, sondern eine unternehmerische Entscheidung, die noch kaum jemand getroffen hat. Ich spreche mit Florian darüber, warum große Sprachmodelle auf Beziehung und Bestätigung gebaut sind, warum uns die Bequemlichkeit schneller in abgegebene Entscheidungen führt als jedes Schreckensszenario, was ein eigenes Modell auf eigenen Servern an Utopie und Dystopie zugleich bereithält – und warum ich dieses Thema für Chefsache halte statt für ein Projekt der IT.
Meine These:
Große Sprachmodelle sind auf Beziehung und Bestätigung gebaut, und sie argumentieren besser als jeder Mensch im Raum. Wer sie Entscheidungen vorbereiten lässt, verschiebt die eigenen Entscheidungsprämissen – nicht durch ein Schreckensszenario, sondern durch Bequemlichkeit.
Kurze Antwort:
Der Hebel liegt darin, früh zu bestimmen, was das eigene System entscheiden darf und was nicht. Das ist eine Bildungsfrage und damit Chefsache, keine Werkzeugfrage für zwei Leute aus der IT.
Darum geht's in der Episode:
Die Lücke zwischen dem Agenten-Hype auf LinkedIn und der digitalen Realität in den meisten Unternehmen
Warum große Sprachmodelle auf Beziehung und Bestätigung geprimed sind – und was das mit Entscheidungen macht
Die Convenience-Falle: der alte Deal aus kostenlosem Service gegen Daten, jetzt übertragen auf Entscheidungen
Warum irgendwann niemand mehr nachvollziehen kann, wie ein Modell zu seinem Ergebnis gekommen ist
Ein eigenes Modell auf eigenen Servern: die Utopie der Mustererkennung und ihre dystopische Kehrseite
Welche moralischen und ethischen Grenzen ein Unternehmer seinem eigenen Modell mitgeben muss
Die These: Unternehmer müssen künftig mehr Künstler sein als Ingenieure
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